Schlafqualität zu spätes zu Bett gehen - mindcombo.de

Die Qualität des Schlafes sinkt, wenn wir zu spät ins Bett gehen

Fehler gehören zum Leben dazu. Wichtig ist, dass man aus diesen lernt und es in Zukunft besser macht. Ich habe daraus gelernt, dass ich in jüngeren Jahren oftmals bis späte nach Mitternacht in die frühen Morgendstunden hinein noch gearbeitet habe. Aufgrund des jüngeren Alters kann man das auch zeitweise aushalten, aber mein Schlaf und auch meine Gesundheit haben dadurch über die Jahre immens gelitten.

Und eigentlich war es schon damals klar, dass es mir nicht gut tut. In den späten Abendstunden kühlt die eigene Körpertemperatur herunter und mir wurde dann kalt. Auch fühlte ich mich oft unwohl, weil der Körper gegen die Müdigkeit und die Trägheit ankämpfte. Wenn ich dann teilweise um 2 oder 3 Uhr morgens zu Bett gegangen bin, viel mir das Einschlafen schwer und am Morgen fühlte ich mich oft wie gerädert.

Und die Folgen?

An solchen Tagen war ich oft gereizt, konnte Stress weniger aushalten, fühlte mich manchmal kaum im Stande, den Tag vor Müdigkeit zu überstehen und habe eine leichte Form von Tinnitus (Ohrgeräuschen) davongetragen. Nicht wirklich eine meiner Glanztaten.

Doch wie gesagt, man soll aus seinen Fehlern lernen und das habe ich.

Was passiert mit uns bei spätem Schlaf

Wenn man wie ich ein Morgenmensch (Lerche) ist, dann hat das zu späte ins Bett gehen diverse Nachteile. In den Morgenstunden ist der Schlafdruck schon sehr hoch. Ab ca. 3 Uhr stellt der Körper die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin ein und beginnt die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Darüber hinaus steigt auch die Körpertemperatur langsam wieder an.

Ab 5 Uhr stellt sich dann auch das gesamte Nervensystem langsam auf den kommenden Tag ein, wodurch im Zusammenhang mit der Ausschüttung des Cortisol auch der Puls und der Blutdruck ansteigen.

Neben diesen körperlichen Problemen, welche einen erholsamen Schlaf zu diesem späten Zeitpunkt erschweren, kommen dann auch die externen Einflüsse hinzu. Der erste morgendliche Lärm beginnt und der eintretende Sonnenaufgang erhellt die Umgebung. Alles keine guten Voraussetzungen für einen ausreichenden Schlaf.

Daraus ergibt sich eine oftmals viel zu kurze Schlafzeit und auch der Verlust der ersten erholsamen Tiefschlafphasen am späten Abend.

Letztendlich schaden wir uns und unserem Körper auf mentaler und physischer Ebene.

Unsere Schlafgewohnheiten anpassen

Damit das nicht zu häufig, oder am Besten gar nicht passiert, sollten wir unsere Schlafgewohnheiten anpassen. Folgende Punkte sind wichtig, um immer ausreichend erholsamen Schlaf zu bekommen:

  • Struktur im Alltag hilft, die Schlafgewohnheiten zu festigen
  • Man sollte immer ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett gehen
  • Es sollten ungefähr immer die gleiche Schlafdauer eingehalten werden
  • Wochenenden machen keine Ausnahmen
  • Für Morgenmenschen (Lerchen) empfiehlt es sich zwischen 22-23 Uhr zu Bett zu gehen
  • Am Tag möglichst viel Sonne tanken, um die Melatoninausschüttung für den Abend vorzuhalten
  • Ein Leben mit der Sonne (hell-dunkel Zeiten) passt auch besser zum Familienleben

Ich habe aus den Fehlern gelernt und habe meinen Rhythmus daher besser auf meine Innere Uhr angepasst und versuche deren Zeitgeber kontinuierlich in meinen Alltag einzubauen. Dadurch konnte ich meinen Stresslevel senken und mehr Energie für den Alltag aufbauen.