Tinnitus, Ohrgeräusche und Meditation - mindcombo.de

Verringerung von Ohrgeräuschen (Tinnitus) und Stressreduktion durch Meditation

Tinnitus ist wirklich nervig. Und wenn man es sich selber zuzuschreiben hat, diesen durch seine Lebensweise mit verursacht zu haben, dann ist das umso bedrückender.

Vor einigen Jahren habe ich noch nicht wirklich auf meinen Körper gehört. Die Folge waren zu viel Arbeit, zu viele Aufgaben und Projekte, zu viel Stress und zu wenig Erholung. Mein Körper hat mir definitiv Zeichen gegeben, aber wie es nun mal so ist – man ist jung und glaubt unverwüstlich zu sein. Doch das ist leider nicht der Fall.

Als die Ohrgeräusche anfingen, habe ich das zuerst gar nicht wahrgenommen. Ich war so in meinen Aufgaben verstrickt, dass ich das einfach ausgeblendet habe. Doch als diese dann immer wieder kamen und dann auch blieben, habe ich mir wirklich Gedanken gemacht. Glücklicherweise habe ich nur eine sehr leichte Form davongetragen.

Aber nichtsdestotrotz – es hätte erst gar nicht dazu kommen dürfen, wenn ich ein wenig mehr auf mich aufgepasst hätte.

Man kann also sagen, ich habe mein Lehrgeld bezahlt.

Meditation kann helfen

Im Zusammenhang damit habe ich dann auch angefangen zu Meditieren. Ich interessierte mich schon eine Zeitlang für den Buddhismus und habe in diesem Zusammenhang dann auch diverse Quellen zur Meditation gelesen und diese auch ausprobiert.

Der Weg war nicht einfach, aber durch das regelmäßige Meditieren (auch als Einschlafhilfe) habe ich wirklich eine Verbesserung meines körperlichen Zustandes erfahren. Geistig und physisch.

Zuerst hat sich mein empfundenes Stressempfinden reduziert. Ich wurde entspannter, konnte mich wieder besser konzentrieren und meine Stressresistenz hat sich auch erhöht. Alles in allem hat mir die Meditation geholfen ein ausgeglichenerer Mensch zu werden.

Darüber hinaus hat sich auch noch etwas anderes ergeben. Normalerweise, wenn man mit dem Meditieren beginnt und in einen entspannten und ruhigeren Zustand verfällt, registrierte ich die Ohrgeräusche noch intensiver. Das war natürlich am Anfang sehr hinderlich, da ich ja auch erst mit dem Meditieren begonnen hatte. Doch mit der Zeit hat sich dieser Zustand verändert.

Mit fortschreitender Meditation konnte ich feststellen, dass sich die Ohrgeräusche verringert hatten und ich sie kaum noch wahrnahm. Das war ein wirklich überraschender Moment, wenn man wieder “Ruhe” verspürt und nicht ein andauerndes Hintergrundrauschen wahrnimmt. Kann man sich kaum vorstellen, wenn man keinen Tinnitus hat.

Und die Stressreduktion und der positive Effekt auf Tinnitus sind auch wissenschaftlich belegt.

Meditation hat positive Effekte auf den Körper

Eine Harvard Studie1 konnte positive Effekte bei den an der Studie beteiligten Teilnehmern nachweisen. Diese haben durch das Ausführen von Achtsamkeitsübungen und Meditationstechniken, eine Reduktion ihres Stresslevels verzeichnen können. Darüber hinaus konnte eine stärkere Aktivität im Hirnbereich des Hippokampus nachgewiesen werden, welche eine Bedeutung für das Lernen und Erinnern hat und auch Auswirkungen auf Selbsterfahrung, Mitgefühl und Selbstbeobachtung hat.

Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass die Stressreduktion mit einer Veränderung in der Amygdala einhergegangen ist. Die meditierenden Teilnehmer wiesen in diesem Bereich des Gehirns eine Veränderung auf. Die Amygdala spielt eine Rolle für das Angstempfinden und den Stress.

Zum Thema Tinnitus und Ohrgeräusche gibt es auch diverse Studien, welche einen positiven Effekt der Meditation aufzeigen.

Hand aufs Herz – ich arbeite gerne und auch viel, aber man muss auf seinen Körper hören. Effektives und produktives Arbeiten schließt nicht aus, dass man auf seine Gesundheit aufpasst und sich vor negativen Effekten schützt.

  1. Harvard Studie