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Warum schreibe ich über Schlaf?

Meine Augen gehen auf und ich denke so bei mir: Lass den Tag beginnen. Dieses Gefühl habe ich oft, wirklich oft und ich freue mich jeden einzelnen Morgen, wenn ich gut gelaunt erwache und die Nacht wunderbar geschlafen habe. Denn ich weiß, dass ist keine Selbstverständlichkeit und nicht jeder von uns kann sich über eine erholsame Nacht mit reichlich Schlaf freuen.

Das Ritual des Schlafes – es bremst mich aus

Als ich jünger war, konnte ich dem alltäglichen Ritual des Schlafes nicht wirklich viel abgewinnen. Ich hatte immer das Gefühl, dass es mich nur behindert, mir Zeit stiehlt und ausbremst. Darüber hinaus gab es auch immer wieder Tage, an denen ich keinen guten Schlaf gefunden habe und mich die Nächte eher gequält als erholt haben. Diese Tage waren dann irgendwann zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden und haben sich peu a peu ganz “normal” angefühlt.

Insbesondere zwei wiederkehrende Ereignisse sind mir in diesem Zusammenhang gut im Gedächtnis geblieben. Zum Einen mochte ich es nicht, wenn das Wochenende zu Ende war – ja, okay, wem geht das nicht so.
Dennoch, Sonntag Abende waren für ich immer ein Graus. Ich mochte sie nicht. Wollte sie hinauszögern und einfach schnell hinter mich bringen. Sie bedeuteten das Ende der freien Gestaltung meiner Zeit. Am nächsten Tag ging die Schule wieder los und dann würde alles wieder seinen alltäglichen Verlauf nehmen. Es lag dabei nicht in erster Linie an der Schule, denn diese fiel mir leicht.

Das zweite immer wiederkehrende Ereignis ist meine innere Unruhe, da ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin. Ich mochte es noch nie, wenn Dinge unerledigt blieben. Daher versuchte ich sie stets sofort zu erledigen und dann auch so lange, bis sie erledigt waren. Dadurch kann man sich selbst unter große Anspannung und Druck setzen, weil es eben erst gut ist, wenn es fertig ist. In diesen Situationen kam mir Schlaf immer wie Zeitverschwendung vor, so dass ich glaubte, auch ohne ihn auszukommen und durch die gewonnene Zeit, meinen Zielen schneller näher zu sein – oh wie ich mich jahrelang irrte.

Wo ist das unbeschwerte Gefühl

Auch wenn diese Situationen sicherlich nicht zu den schlimmsten zählen mögen, wodurch einem ein erholsamer Schlaf verwehrt sein kann und Schlafprobleme auftreten können, haben sie dennoch gereicht, das ich mich oft am Morgen unwohl, müde und geistig schlapp fühlte. Es wollte sich kein unbeschwertes Gefühl einstellen und die Tage wurden oft zur Qual.

Als mir dann klar wurde, dass dieser Zustand nicht normal sein kann (tagtäglich müde, geringe Konzentration, schlapp während des Sportes und oftmals schlecht gelaunt), wollte ich mehr darüber erfahren. Also habe ich angefangen zu lesen.

Wirklich – viel – zu – lesen.

Über Schlaf, Schlafforschung, Schlafkrankheiten, Einschlafmethoden, Psychologie, Philosophie, wie sich die Ernährung auf den Schlaf auswirkt und warum die eigene innere Einstellung so wichtig ist. Es ist eine ganz eigene Welt, die Welt des Schlafes.

Je mehr Wissen ich darüber erlangte, desto verwirrter war ich. Denn es ist leider nicht alles immer schwarz oder weiss und auch wenn man glaubt, dass eine Methodik oder Erkenntnis für den Einen in der ihm eigenen Situation wirklich hilfreich ist, kann es für einen Anderen nicht den erhofften Erfolg hervorbringen (doch keine Angst, es gibt viele Wege – man muss nur seinen finden).

Nimm den kurvigen Weg

Dennoch habe ich aus diesem Erkenntnisprozess unsagbar viel lernen können. Insbesondere das Verinnerlichen von vielseitigem Wissen aus diversen Fachgebieten und das Überdenken von unterschiedlichen Auffassungen hat dazu geführt, dass ich mit der Zeit meinen eigenen Weg finden konnte. Dieser Weg passt zu mir und hat mich nicht immer gradlinig geführt, sondern war oftmals kurvig und von vielen neuen Überraschungen gekennzeichnet. Und das macht ihn so interessant und einzigartig, denn wäre ich ihn nicht gegangen, hätte ich nicht die Einstellungen und Sichtweisen erlangt, die mir heutzutage helfen, einen erholsamen und entspannten Schlaf zu finden.

Aus einem anfänglichen Interesse wurde mit der Zeit eine Leidenschaft, die ich gerne teilen möchte, denn ich konnte viel lernen – auch über mich selbst.