Die Welt des Schlafes - mindcombo.de

Die Welt des Schlafes oder warum eine gezielte Herangehensweise manchmal besser ist als ein ausschweifender Schokoladenkonsum

Wenn man das Gefühl hat, dass der Schlaf nicht so läuft, wie er laufen sollte, gibt es die eine immer wiederkehrende Geheimwaffe: Google. Also, Browser auf, Suchmaschine ausgewählt und Start der Odyssee in das Land der Märchen, Mythen, Halbwahrheiten und ab und zu richtig guten Wissensschätzen.

An diesem Vorgehen ist im Grunde nichts auszusetzen, denn jedes hinzugewonnene Wissen ist besser als gar kein Wissen. Dennoch ist es oftmals hilfreich, sich eine Zielstellung oder Herangehensweise zurecht zu legen, welche sukzessiven Fortschritt versprechen kann. Das gibt einem Sicherheit, eine Richtung und selbst ohne ausschweifenden Kaffee- oder Schokoladenkonsum ein Höchstmaß an Motivation.

Nachdem ich diverse Bücher, Ratgeber, medizinische Abhandlungen und teilweise wirklich gut geschriebene Blogs durchforstet hatte, kam ich zu der folgenden Einteilung, die ich auch heute immer nehme, wenn ich mich dem Thema nähern will:

1.) Warum schlafe ich schlecht?
Was bedeutet Schlafmangel und warum tritt er unter Umständen auf.

2.) Wie funktioniert dieser Schlaf?
Wie funktioniert Schlaf und was passiert dabei in meinem Körper.

3.) Wie fördere ich guten Schlaf?
Wie kann ich erholsamen Schlaf fördern und das Einschlafen unterstützen.

Na toll, da stehen 3 Fragen. Eigentlich wollte ich doch Antworten!

Ganz genau. Denn wer keine Fragen stellt, kann auch keine Antworten erhalten und indem wir uns diese Fragen stellen, können wir nach den Antworten suchen, die uns auf den richtigen Weg führen.

Warum schlafe ich schlecht?

Uns allen ergeht es früher oder später einmal so, dass wir vorübergehend schlecht schlafen. Diese oftmals 1 – 3 Wochen andauernden Schlafprobleme gehen dann auch wieder von alleine weg und hinterlassen meistens keinen negativen Effekt für unsere Gesundheit. Dennoch gibt es verschiedene vorbeugende Maßnahmen, welche man ergreifen kann, so dass diese vorübergehenden Probleme nicht zu anhaltenden Schlafstörungen führen. Falls man dennoch länger als 6-8 Wochen daran leidet, sollte man sich Hilfe bei einem Arzt suchen.

Neben den vorbeugenden Maßnahmen sollte man sich dann auch mit den Schlafkillern befassen, so dass man versteht, warum bestimmte Schlafprobleme entstehen und wie diese von vornherein vermieden werden können.

Wie funktioniert dieser Schlaf?

Der Schlaf selbst und sogar schon das Einschlafen wird von uns meist nicht wirklich wahrgenommen. Man gleitet eher in einen halb-wach-halb-in-Trance Zustand und ärgert sich im besten Fall im nächsten Moment, dass die Sonne schon wieder durch das Fenster scheint – klarer Fall von zu kurzer Nacht.

Doch während des Schlafes passieren diverse Vorgänge in unserem Körper und auch das Gehirn schläft nicht, filtert aber wichtige von unwichtigen Geräuschen – deshalb hören wir meist auch das kleinste Jauchzen des Nachwuchses im anderen Zimmer. Darüber hinaus benötigt das Gehirn den Schlaf, um die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten, neues zu Lernen und im Allgemeinen wie ein Besen diverse Aufräumprozesse auszuführen, ohne diese wir unsere Disziplin und Kreativität nicht auf Dauer aufrecht erhalten könnten.
Neben dem Gehirn leistet auch unser restlicher Körper einen umfangreichen Beitrag. Es werden diverse Hormone produziert, wie das Schlafhormon Melatonin und das Stresshormon Cortisol. Unsere Innere Uhr regelt die Steuerung der Verdauung und passt die Körpertemperatur der jeweiligen Schlafphase an.

Und was hat das nun alles mit den Vögeln zu tun? Ganz einfach, es gibt unterschiedliche Schlaftypen, welche grob in die Gruppe der Morgentypen (Lerchen) und Abendtypen (Eulen) eingeteilt werden. Zudem unterscheidet man noch die Kurz-, Normal- und Langschläfer – und das ändert sich im gewissen Maße auch noch im Laufe des Lebens.

Diese unterschiedlichen Gruppen unterscheiden sich grob in der Schlafdauer und dem Aktivitätsmaß des Körpers über den Tag (Innere Uhr). Daher ist es von Vorteil, wenn man seine Aktivitäten dahingehend anpasst, so dass unsere Innere Uhr ihre Vorteile ausspielen und wir die Nachteile vermeiden.

Wie fördere ich guten Schlaf?

Ohne Fleiß, kein Preis. So könnte man diesen Abschnitt auch nennen, denn wie so oft im Leben, sind die wirklich wichtigen Dinge nicht ohne eigenen Antrieb, Disziplin und Arbeit zu erreichen. Doch das ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, was man machen kann und sich dafür klare Ziele setzt.

In diesem Zusammenhang muss man sich mit Schlafhygiene beschäftigen. Dabei geht es um all jene Aspekte, die unseren Schlaf positiv beeinflussen und unseren Körper und Geist auf einen erholsamen Schlaf einstellen. Dazu zählen die Schlafumgebung, förderliche Verhaltensweisen, die eigene körperliche Verfassung, die innere Einstellung oder das Erlernen einer Entspannungsmethode.

Neben der Schlafhygiene können auch unterschiedliche Einschlafrituale dazu beitragen, dass wir einen erholsamen Schlaf erfahren. Je nach persönlichen Vorlieben sollte man das für sich passende Ritual finden, was meist nur durch Ausprobieren funktioniert. Dabei sollte ohne Vorurteile an die unterschiedlichen Methoden herangegangen werden – auch wenn einige Rituale wie die Beschwörungsformel für Einhörner erscheinen.

Keine Angst, es waren nicht die Einhörner, die mein Interesse für das Thema Schlaf geweckt haben.