Bessere Entscheidungen treffen - mindcombo.de
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Wie wir bessere Entscheidungen treffen

Jeden Tag treffen wir Entscheidungen. Was wollen wir Essen, welchen Weg sollen wir gehen, wie lautet eine gute Antwort auf die gestellte Frage.

Dabei können wir oftmals nicht wissen, ob wir eine richtige, eine falsche, eine unbedachte oder eine ungenaue Entscheidung treffen und was sich daraus ergibt. Ob die Entscheidung weitere Folgen nach sich zieht, ob sie zu ungeahnten Konsequenzen führt oder sogar besser ist als gedacht – wer weiß das schon?

Doch warum treffen wir manchmal schlechtere Entscheidungen?

Warum treffen wir schlechte Entscheidungen

Ob eine Entscheidung gut oder schlecht ist, können wir im Vornherein nicht wissen. Leider haben wir nicht immer die optimalen Bedingungen, um eine gute Entscheidung treffen zu können. Deshalb können weniger gute Entscheidungen durch die folgenden Bedingungen begünstigt werden:

  • Wenn wir in einem hoch emotionalen Zustand eine Entscheidung treffen, können unsere Emotionen, unsere objektive Sichtweise beeinflussen. Solche Situationen werden u.a. durch Stress, Angst oder Euphorie hervorgerufen.
  • Indem wir eine Entscheidung vor uns herschieben, kann es mit der Zeit immer schwieriger werden, überhaupt noch eine zu treffen. Dabei kann es passieren, dass sich die Bedingungen ändern und unsere Entscheidung dann auf falschen Grundlagen beruht. Treffen wir hingegen sogar gar keine Entscheidung, kann es auch passieren, dass wir Chancen verpassen oder neue Risiken entstehen lassen.
  • Insbesondere in arbeitsbedingten Situationen, sind wir gezwungen, Entscheidungen unter Zeitdruck zu fällen. Dabei passiert es oft, dass wir nicht alle relevanten Informationen zur Verfügung haben, die Umstände nicht durchdenken konnten und auch die Folgen nur unzureichend bedacht haben. Dadurch gleicht es oftmals einem Glücksspiel, welches eben durch den Zufall gesteuert wird.
  • Haben wir nicht alle relevanten Informationen oder wurden uns diese unter Umständen fehlerhaft oder ungenau weitergegeben, fehlt uns die womöglich wichtigste Entscheidungsgrundlage. Daher ist es äußerst wichtig, dass wir uns mit den beteiligten Personen unterhalten und die Informationen so genau wie nur möglich hinterfragen. Was wir nicht verstehen oder wo Wissenslücken bestehen, kann unsere Entscheidung enorm negativ beeinflussen.

Damit uns diese Situationen so wenig wie nur möglich passieren, sollten wir einige Dinge beachten.

Entscheidungen verbessern

Auch wenn wir nie mit absoluter Sicherheit wissen können, was nach einer von uns getroffenen Entscheidung passiert, können wir dennoch einige Dinge beachten.

Zuerst einmal ist unsere heutige Zeit nicht mehr nur kompliziert, sondern teilweise in vielen Situationen äußerst komplex geworden. Daher ist es von großem Vorteil, wenn wir unterschiedliche Sichtweisen in unsere Entscheidungen einfließen lassen können. Damit wir das tun können, ist der Austausch mit anderen Personen wichtig. Nur so können wir von dem Wissen und den Erfahrungen anderer profitieren und unsere eigenen Ansichten auf die Probe stellen.

Auch wenn wir glauben, alle benötigten Informationen bereits zu haben, kann es nicht schaden, alle Punkte noch einmal detailliert durchzugehen. Erst wenn wir uns wirklich sicher sind, dass wir den gesamten Prozess verstanden, die Parameter analysiert und das erforderliche Wissen erworben haben, sollten wir in die Entscheidungsphase eintreten. Unglückliche Beispiele hierbei sind u.a. das wir die Aufgabenstellung anders verstehen, als der Auftraggeber, dass wir die Konsequenzen unterschätzen, die unsere Entscheidung haben wird oder das wir womöglich von falschen Tatsachen ausgehen.

Das Treffen von Entscheidungen ist ein Prozess. Solch ein Prozess benötigt Zeit und wenn das Treffen der Entscheidung nicht wirklich zeitkritisch ist, also es sich zum Beispiel um das Wohl anderer Leben handelt, sollten wir uns diese Zeit geben, die wir benötigen, um eine gut durchdachte Entscheidung treffen zu können. Ohne Druck, ohne Stress, ohne die Last einer erdrückenden Erwartungshaltung.

Es gibt keine absoluten Sicherheiten

Das Leben besteht aus Unsicherheiten. Zu jeder Zeit, an jedem Tag. Man könnte auch sagen, wenn 80% unserer täglichen Entscheidungen positive ausgehen, werden wir immer noch 20% falsche Entscheidungen treffen. In diesen Situationen kommt es dann darauf an, was wir mit diesen 20% machen. Wir können aus ihnen lernen und versuchen, sie beim nächsten Mal besser zu machen.

Daher sollten wir nicht davor zurückschrecken, Entscheidungen zu treffen, auch wenn diese negativ ausgehen. Daraus lernen wir und oftmals ist es die einzige Möglichkeit, wirklichen Fortschritt zu erlangen. Wer davor zurück schreckt oder in einem System agieren muss, welches schlechte Entscheidungen per se bestraft, wird nie voran kommen können. Oder zumindest nur sehr langsam.

Das genaue Durchdenken von Entscheidungen und der Austausch mit anderen Personen kann sogar sehr häufig dazu führen, dass wir Entscheidungen schneller und mit größerer Sicherheit treffen. Wir machen uns klare Gedanken und tauschen diese mit anderen aus, so dass wir schneller in einen Prozess gelangen, der entweder eine Neubewertung unsrer Ansichten nach sich zieht oder unsere Entscheidung vorantreibt.

Chancen nutzen

Nutzen wir die Chancen, welche uns unsere moderne Zeit bietet. Wir können uns quasi in Echtzeit mit vielen Menschen austauschen und Erkenntnisse von überall auf der Welt konsumieren. Schaffen wir es dann, die relevanten Informationen zu extrahieren und in unsere Ansichten einfließen zu lassen, können wir bessere und zielgerichtetere Entscheidungen treffen.

Hierbei sollten wir aber auch beachten:

  • Bilden wir uns eine eigene Meinung, indem wir die verschiedenen Ansichten zumindest in Betracht ziehen
  • Unvoreingenommenheit am Anfang kann uns viele Wege öffnen
  • Hinterfragen wir die Dinge und nehmen nichts als absolute Wahrheit hin
  • Seien wir offen dafür, unsere Meinung und Ansichten zu ändern
  • Geben wir uns die Zeit, damit wir auch wirklich darüber nachdenken können und nicht nur glauben, dies getan zu haben

Haben wir keine Angst davor, Entscheidungen zu treffen. Sie gehören zu unserem Leben und egal was auch passiert, wir können nicht immer richtig liegen und werden auch nicht immer schlechte Entscheidungen treffen. Alles ist im Wandel und nichts bleibt ewig, wie es ist.