Probleme existieren nur in unserer Vorstellung - mindcombo.de
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Probleme existieren nur in unserer Vorstellung – mental voran kommen

Schaffe ich das? Was ist, wenn es nicht so eintrifft, wie ich es mir vorstelle? Was soll ich dann tun, wie soll ich reagieren und was wird dann aus mir werden?

Wir sind gut darin, stundenlang über unsere vorhandenen oder nur eingebildeten Probleme zu grübeln.

Doch haben wir eigentlich wirklich so viele Probleme?

Während der letzten Jahre habe ich mich viel mit dem Buddhismus beschäftigt und Texte gelesen, die teilweise von dem Dalai Lama oder anderen Lehrern verfasst worden sind. Dabei ist mir eine Sichtweise über das persönliche Handhaben von Sorgen und Problemen am eindringlichsten im Gedächtnis geblieben.

Probleme sind oftmals nur das, was wir aus ihnen machen – und wie wir sie bewerten.

Doch was machen wir nun mit unseren Problemen, die uns äußerst real vorkommen?

Es gibt nur zwei Arten von Problemen

Unsere Probleme können grob in eine der beiden folgenden Kategorien eingeteilt werden:

  • Probleme, für die es eine Lösung gibt.
  • Probleme, für die es keinen Ausweg gibt.

Diese Einteilung erleichtert das Handhaben mit unseren Probleme erheblich, in dem es uns klare Handlungsregeln aufzeigt.

Wenn ich eine Lösung für ein Problem kenne, oder eine Lösung erahne, dann sollte ich alles in meiner Macht stehende unternehmen, um das Problem zu lösen. Dadurch existiert dieses Problem faktisch nicht, da ich eine Lösung kenne. Daher sollten wir diese Art von Problemen eher als Herausforderungen betrachten, denen wir uns stellen können und an denen wir wachsen.

Kennen wir hingegen keine Lösung oder sehen keinen Ausweg für ein Problem, sollten wir uns auch keine Sorgen machen. Es gibt keinen Grund, sich aufzuregen oder betrübt zu sein, denn wir können an dem Umstand nichts ändern. Daher sollten wir auch keine Energie verschwenden, wenn wir auf Situationen stoßen, die wir nicht ändern können.

Als ich diese Denkweise schon kannte, habe ich einen weiteren Vortrag von einem buddhistischen Mönch (Tulku Lobsang) gehört, der sie anders erklärte aber im Grunde die gleiche Einteilung vornahm.

Die 98/2 Regel der Probleme

Wir alle kennen eine Vielzahl von Herausforderungen und Problemstellungen, welche wir tagtäglich bewältigen müssen. Dabei sind die meisten Probleme nicht unlösbar oder gar so schlimm, wie wir sie uns in unseren Gedanken ausmalen.

Nehmen wir 100 Herausforderungen, denen wir uns gegenüberstehen. Davon sind dann 98 lösbar und wir können diese zu einem erfolgreichen Ende bringen. Die restlichen 2 Probleme sind nicht lösbar und wir sollten dann auch keine Energie darauf verschwenden, uns an diesen aufzureiben.

Beide Betrachtungen, die des Dalai Lama und die des buddhistischen Mönches, führen in die gleiche Richtung und können unsere Denkweise positiv beeinflussen. Verinnerlichen wir diese Ansichten, können wir die Dinge entspannter angehen.

Wenn wir unser Bestes tun, brauchen wir uns über viele andere Dinge keine Sorgen mehr zu machen.

Entwickle dich weiter

Damit wir mit den Herausforderungen des Alltages und der Erreichung unserer persönlichen Ziele bestmöglich voran kommen, sollten wir unsere Denkweisen und unser Handeln dahingehend anpassen:

  • Plane, was du planen kannst.
  • Beschreibe deine Problemstellungen und Ziele so exakt wie nur möglich.
  • Löse das, was du lösen kannst und verschwende keine Energie auf andere Dinge.

Was wir nicht lösen können oder worauf wir keinen Einfluss haben, ist kein Problem und sollte uns nicht weiter negativ beeinflussen – körperlich und mental.

Wenn wir diese einfachen Ansätze akzeptieren, können wir viele Dinge verändern, daraus lernen, sie weiter entwickeln und dabei innerlich wachsen.

Ich möchte dazu noch anmerken, dass es nicht immer einfach ist, diese Denkweise zu verinnerlichen. Insbesondere dann, wenn persönliche Belange uns quälen, oder wir ums Sorgen um geliebte Personen machen. Dennoch kann es uns helfen, mit diesen Situationen umzugehen und unsere Energie in eine Richtung zu lenken, so dass wir auch in diesen Situationen positiv nach vorne blicken.