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Kurzschläfer, Langschläfer oder Normalschläfer – jeder braucht seine Zeit

Photo by Floris Jan-roelof on Unsplash

Ich bin definitiv ein Normalschläfer. Würde ich versuchen, wie ein Kurzschläfer zu schlafen, würde ich sicherlich nach wenigen Tagen meine Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit einbüßen. Und Langschläfer – na ja, ich habe Nachwuchs – keine Chance.

Aber was macht uns nun eigentlich zum Kurz- oder Langschläfer?

Unsere Gene

Ob wir ein Kurz- oder Langschläfer sind, hängt hauptsächlich von unseren Genen ab.1 Dadurch hat jeder Mensch auch seinen persönlichen Biorhythmus, welcher dafür verantwortlich ist, zu welchen Zeitpunkten wir im Laufe des Tages ein Leistungshoch oder einen Tiefpunkt haben. Auch, ob wir eher zu den Lerchen (Morgenmensch) oder Eulen (Abendmensch) zählen, ist teilweise durch die Gene bestimmt.

Der Kurzschläfer braucht zwischen 5-6 Stunden, der Normalschläfer kommt schon auf 6-8 Stunden und der Langschläfer benötigt 8-10 oder mehr Stunden, um sich zu regenerieren und fit zu fühlen.

Finde deinen Rhythmus

Zählen wir zu den Normalschläfern (6-8 Stunden), sollten wir nicht versuchen, uns auf Kurz- oder Langschläfer umzustellen. Der Körper nimmt sich den Schlaf, den er benötigt und wird sich bei uns melden, wenn wir ihm diesen verweigern.

Am einfachsten kann man seinen persönlichen Schlafbedarf bestimmen, in dem man versucht herauszufinden, nach wie viel Stunden Schlaf man sich am Morgen erholt und frisch fühlt. Also einfach mal testen und am Morgen aufschreiben, wie man sich nach einer Nacht mit x Stunden Schlaf fühlt. Hat man seine persönliche Anzahl an Stunden gefunden, sollte man diese beibehalten.

Höre auf deinen Körper

Fühlt man sich hingegen am Morgen nicht erholt oder noch müde, sollte man länger schlafen. Es ist ein Zeichen des Körpers uns mitzuteilen, dass wir ihm nicht genügend Zeit für die Regeneration zugestanden haben.

Auch der Irrglaube, dass man durch weniger Schlaf, als man eigentlich benötigt, mehr vom Leben hat, ist ein Trugschluss. Gönnen wir unserem Körper nicht die Menge an Schlaf, welche er benötigt, werden wir über den Tag unruhig, ausgezerrt, müde, unkonzentriert und schlapp sein. Wir können unsere Aufgaben nicht mit unserer vollen Aufmerksamkeit angehen und schleppen uns mehr schlecht als Recht durch den Tag.

  1. “Wer besser schläft ist länger wach”, Dr. Michael Despeghel, S.51